Herkunft und Anbau

Herkunft und Anbau

Pflanze, Gattung und wirtschaftlicher Anbau

Verantwortlich Julian Schöpf
Zuletzt aktualisiert 25.03.2024
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Die Pflanze und ihre Verbreitung

Coffea zählt zur Familie der Rubiaceae, der Labkraut- oder Rötegewächse, zu denen man auch den Waldmeister zählt. Die Gattung Coffea gliedert sich in ca. 25 Arten, die ihrerseits wiederum diverse Varietäten aufweisen.

Die Pflanze an sich bestäubt sich selbst und benötigt zur Ausbildung von Blüten eine Trockenperiode, worauf eine stärkere Regenperiode folgen sollte. In der darauf folgenden Trockenperiode, erblühen abertausende kleine, sternförmige, weiße Blüten und setzten ihren betörenden, jasminähnlichen Duft frei. Dieser Trick ermöglicht der Pflanze, ihre Samen während einer Trockenperiode, vom Wind weit umhertragen zu lassen, ohne dass die Samen vom Regen heruntergespült werden und es dadurch nicht zur gewünschten Befruchtung der Pflanze kommt.

Gebiete

Die Coffea-Arten mit ihren diversen Variationen sind im Tropengürtel beheimatet. Der Tropengürtel erreicht 23° nördlicher Breite und 25° südlicher Breite und wird auch als Kaffeegürtel bezeichnet. Nautisch entspricht dies dem Wendekreis des Steinbocks und des Krebses. Die idealen klimatischen Bedingungen für Kaffee, stellen Temperaturen zwischen 65°F und 75°F dar, sowie Niederschlagsmengen zwischen 40-120 inches/Jahr.  


Der "Kaffeegürtel"

Diese Zonen beschreiben die Gegenden in denen Kaffee ertragreich angebaut werden kann.


Jedoch ist auch das entsprechende Microklima für den Kaffeeanbau maßgeblich.

Transport & Handel.

Nach der Ernte, Aufbereitung und Weiterverarbeitung wird der Rohkaffee in die Konsumländer transportiert und dort gelagert oder direkt zum verarbeitenden Betrieb geliefert. Dabei spielt eine Rolle, wie der Handel von Kaffee getätigt wurde. Meist geschieht dies über einen Importeur, der den Kaffee dann an den Röster oder Hersteller von löslichem Kaffee weiterverkauft. Zur Preisgestaltung des Kaffees ist die Börsennotierung ein nicht unbedeutender Faktor. Kaffee wird je nach Sorte an der New Yorker bzw. Londoner Börse gehandelt.

Die Einfuhr von nicht entkoffeiniertem Rohkaffee in die EU ist aus allen Ursprungsländern zollfrei. Bei Kaffeeprodukten sowie bearbeitetem Rohkaffee variieren die Einfuhrzölle, je nachdem ob Handelsabkommen zwischen der EU und den Exportländern bestehen, die Zollbegünstigungen beinhalten (Präferenzabkommen).